Kreative Menschen in Kürenz

Musik machende und schaffende, malende, bildnerisch gestaltende, schreibende - einfach kreative Menschen aus Kürenz sollen in dieser neuen Artikelreihe der Cürencia vorgestellt werden. Aber eben nur, wenn wir von Ihnen wissen.

Hilfreich sind uns deshalb auch ihre Tipps. Wer kennt Personen aus dem Stadtteil, die sich leidenschaftlich musikalisch, gestaltend und kreativ betätigen? Berichten Sie uns von diesen Personen oder melden Sie sich selbst bei der Redaktion der Cürencia. Und wir kommen einfach bei Ihnen vorbei, wenn Sie dies möchten !!!

Ralf Bach (p)

Ralf Bach freute sich darüber, dass wir von seiner Leidenschaft für den Jazz erzählen möchten. Jazz-Freunden aus Trier ist Ralf Bach als Jazz-Pianist, als Bandleiter der Bach-Band und aus zahllosen Events des Jazz-Clubs in Trier bekannt. Jazz ist aber eine Musikrichtung, die erst allmählich ein breiteres Publikum gewinnt, und deshalb wissen vielleicht nicht viele, dass der Trierer mit seiner Familie schon seit 12 Jahren in Kürenz in einem idyllisch und unvermutet hinter den Mauern des Benediktinerklosters im Kobusweg gelegenen Haus wohnt und dass es in Kürenz sozusagen täglich und zu den gelegentlichen Proben der Bach-Band „Jazz am Kloster“ gibt.

Musik gehört einfach dazu
Der 47jährige Ralf Bach macht seit vielen Jahren einen Spagat zwischen seinem „Brotberuf“ als Betriebswirt, seiner Leidenschaft für den Modern Jazz und seinen Aufgaben in der Familie. „Berufsmusiker“ sei er nicht, obgleich er einmal Musik studiert habe, „Hobbymusiker“ drücke den Stellenwert, den Musik in seinem Leben einnimmt, wiederum zu wenig aus. Zum dichten Alltag von Ralf Bach gehört Musik einfach grundlegend dazu: Er versucht so oft wie möglich, leider irgendwie immer zu wenig, zu unterschiedlichsten Zeiten, auf jeden Fall täglich am Flügel zu spielen und bisweilen auch zu komponieren. Als „Tastenmensch“ fasziniere ihn beim Klavier die Verbindung der Melodie mit der Harmonie. Die Auseinandersetzung mit der Harmonielehre sei eine besondere Herausforderung gerade beim Improvisieren. 
Ralf Bach kam vergleichsweise spät - nämlich erst im Alter von 13 Jahren - zum Klavierspiel, nachdem es ihm das Heimorgelspiel seines Großvaters angetan hatte. Trotz Musikunterricht und eines Schulmusikstudiums sieht sich Ralf Bach als Autodidakt, der sich die Grundlagen von Blues und Jazz selbst und mit Kollegen in vielen Konzerten, Sessions und Proben erarbeitete. 
Während in seinem Elternhaus Musik keinen großen Stellenwert hatte, gibt er selbst seine Freude an der Musik an seine beiden Kinder weiter. Im Musikzimmer im Kellergeschoss des Hauses der Familie Bach steht nicht nur der Flügel des Vaters, da liegt auch die Geige der Tochter Isabelle und da wird vom 11jährigen Maurice Schlagzeug und Posaune gespielt. Da steht eine Bass-Gitarre ebenso wie eine technische Grundausstattung für das Bandspiel und für einfache Musikaufnahmen. 

CD-Release-Konzert in der Tufa
Die erste CD, die Ralf Bach mit der Bach-Band in diesem Sommer aufgenommen hatte, brauchte allerdings einen größeren Rahmen als das Musikzimmer bieten kann. Der Vortragssaal in der Europäischen Rechtsakademie mit einem Steinway-Konzertflügel bot der Bach-Band das geeignete akustische Ambiente für eine professionelle Aufnahme. Die CD „Inquieto“ mit elf von Bach und dem Trompeter Helmut „Daisy“ Becker selbst komponierten Titeln wird am 21. Dezember 2006 in einem Konzert in der Tuchfabrik vorgestellt werden.

Auftritte 
Während eine professionelle CD-Aufnahme und deren Vermarktung für Ralf Bach eine neue Erfahrung darstellt, ist er routiniert darin, Blues und Jazz seit den 80er Jahren zunächst in Frankfurt und dann in Trier in unterschiedlichsten Formationen live zu spielen. Die Mitwirkung in 60 Events des Jazzclubs Trier e.V. seit dem Jahre 2000, vorrangig in der nach dem Bandleiter benannten Bach- Band und in der Markus Stoll / Daisy Becker Group, verzeichnet die Information zu „Herrn Ralf Bach“ auf der Internet-Seite des Trierer Jazzclubs.
www.jazz-club-trier.de
Ralf Bach ist seit vielen Jahren im Vorstand des Trierer Jazz-Clubs aktiv. Der Jazz-Club Trier e.V. ist die lokale Plattform für Jazz-Musik in Trier. Seit vier Jahren gelingt es zudem in der Jazz-und- Rock-School qualifizierten Einzel- und Gruppenunterricht in einer Vielzahl an Instrumenten anzubieten. Seit 2005 wird über das Label „Portabile“ Interessenten das Know-how und die Rahmenbedingungen einer CD-Produktion vermittelt. Die CD „Inquieto“ der Bach-Band ist die Zweite der unter diesem neuen Label produzierten CDs. Interessierte an der Musik der Bach-Band seinen noch einmal an das Veröffentlichungskonzert in der Tufa am 21. Dezember 2006 erinnert und herzlich eingeladen.

Veronika Verbeek

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Die Bach-Band
Helmut „Daisy“ Becker (tp, flh), Stefan Reinholtz (as), Ralf Bach (p), Stefan Zawar (cb), Oliver Roh-les (drums) Die Bachband ist eine Jazzformation in klassischer Quintettbesetzung, die seit nunmehr 10 Jahren zur Trierer Jazzszene gehört. Neben den Urgesteinen Helmut "Daisy" Becker und Stefan Rein-holz, zuständig für Blech und Reed, ist auch die Rhythmus-Fraktion um Bandleader Ralf Bach, dem Kontrabassisten Stefan Zawar-Schlegel und dem Drummer Oliver Rohles den meisten Trierer Jazzinte-ressierten ein Begriff. Das Repertoire der Band hat sich im Laufe der Jahre neben den so genannten Standards des american songbooks stark ausgewei-tet und dabei immer wieder gewandelt. Werke von Monk und Shorter spielen eine Rolle, auch Coltrane. Für das Jahr 2006 erarbeitet die Band sich vornehm-lich eigene Werke des Pianisten Ralf Bach, sowie des Trompeters Helmut Becker, die mehr dem mo-dern jazz verpflichtet sind, aber auch Anlehnungen und Zitate aus der klassischen und der neueren Mu-sik des 20.Jahrhunderts aufnimmt.

 www.daisybecker.de/bachband/index.htm